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Die lange Bank

Ich für meinen Teil laufe seit Wochen weg vor Notwendigkeiten. Bin sogar bereit, Verluste dafür hinzunehmen, die schmerzen. Brüche hinzunehmen, weil der Berg zu steil. Ich schaffe es nicht. Es scheint, als wolle der Teil in mir überwiegen, der sich niederlegen will und vergessen. Einfach alles. Diese ganze Existenz, die so irreal erscheint, dass sie nur Traum sein kann. Und dennoch: Niederlegen und nicht aufwachen. Einfach ein stilles Verlöschen. Dieses Bild hat für mich im Moment großen Frieden. Wie bringt man sich selbst ins Leben, wie erzwingt man die eigene Geburt, die nie stattgefunden hat?
Gläsern. Leere, hohle Adern und Venen, durch die ein Wind jagt, den wir selbst erfunden haben.


[Aus einer Korrespondenz mit C. M.]


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