Nachhut.

Morgens die Geschichten eines Anderen im Kopf haben.
Ysaj verstellt mir den Weg ins Ulmenjahr. Es bleibt nur, aufs Handwerkliche zurückzugreifen und zu warten, bis Ysajs Zorn verraucht ist - für dieses Mal. Die Szenen gehen gerüstartig von der Hand, ich schiebe sie herum wie leere Regale.
Dafür verweigern sich die Erzählungen nicht, um kurz vor Fünf aus dem Schlaf gefahren, den Briefkasten skizziert, dann tritt der Protagonist jener "fremden" Geschichte, die nunmehr auch die meine ist, an den Tisch und legt seine Hand auf meine. Zieht mir den Bleistift weg. Öffnet das Script, deutet auf die Stellen. Der Briefkasten ist beleidigt. Kurz nur, dann lacht er und klappert.


Tagebuch
Grau - 17. Feb, 18:55

Aber wenn doch

... schon mal Regale stehen, ist dann nicht schon der erste Schritt getan?

TheSource - 18. Feb, 10:07

Sozusagen.

Es ist bzw. wäre ein Gerüst. Handwerklich ist an dem nichts auszusetzen, da haben Sie recht. Wenn frau/man aber gewohnt ist, dass die Bilder aus einer dynamischen Lebendigkeit springen, dass die Handlung sich aus ihr emaniert, sich die Geschichten sozusagen selbst erzählen - dann ist das Empfinden das eines Mankos oder einer Sehnsucht: Nach einer Vollständigkeit, die sich im Sklett allein nicht wiederspiegelt - oder frau/man meint zumindest, dem ist so.
neo-bazi - 19. Feb, 16:46

Ich finde, Sie sollten gerade diese Zeit unbedingt nutzen. Wie prächtig das geht, kann man doch schon an den Verhandlungen mit Romanfiguren wunderbar sehen.

PS
Der Rätselgewinn geht morgen ab. Als Einwurfeinschreiben. Gestern um 17:00 Uhr hatten alle Postfilialen schon geschlossen, sogar die am Hauptbahnhof. Servicewüste Germany.

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